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Fährunglück von Südkorea: Kaum mehr Hoffnung auf Überlebende

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Fährunglück von Südkorea: Kaum mehr Hoffnung auf Überlebende

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Wütende Angehörige, schwindende Hoffnung: Zwei Tage nach dem Untergang der Fähre vor Südkorea warten Familien weiterhin darauf, dass Überlebende gefunden werden. Doch schlechtes Wetter und starke Strömungen behindern die Rettungsarbeiten. Die Hoffnung schwindet, dass die vermutlich im Innern der Fähre eingeschlossenen Passagiere überlebt haben könnten. Mehr als 300 der insgesamt über 470 Passagiere waren Schüler auf einem Ausflug. Nach offiziellen Angaben wurden bisher 28 Leichen geborgen. Fast 180 Menschen konnten gerettet werden, 268 gelten als vermisst.

Inzwischen sind zwei Schwimmkräne am Unglücksort eingetroffen, um das Wrack zu bergen. Angehörige der vermissten Insassen werfen der Regierung vor, nicht genügend für die Rettung von möglichen Überlebenden getan zuhaben. Auch das Verhalten des Kapitäns und der Besatzung steht in der Kritik. Ein buddhistischer Mönch sagte: “Der Kapitän hätte die Fähre als letzter verlassen sollen. Er stand wohl so unter Schock, dass er nicht daran gedacht hatte. Aber es ist schwer zu glauben, dass er das Schiff so früh verlassen hat.”

Viele der Angehörigen befinden sich in der Nähe der Unglücksstelle auf der Insel Chindo. Eine Angehörige sagte: “Wenn der Kapitän richtig gehandelt hätte, hätten vermutlich viele Kinder überleben können. Das tut weh, es tut so weh.”

Mehrere Überlebende berichteten, es habe Anweisungen gegeben, auf den Sitzen oder in den Kabinen zu bleiben. Als die Fähre kenterte, sei Panik ausgebrochen. Noch immer ist unklar, wie es zu dem Unglück kommen konnte.

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