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Keine Entspannung nach dem Genfer Krisengipfel

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Keine Entspannung nach dem Genfer Krisengipfel

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Die Ukraine hat einen Tag nach dem Genfer Krisengipfel erneut ihren Anspruch auf die Krim unterstrichen.

Ministerpräsident Arseni Jazenjuk richtete sich dabei mit deutlichen Worten direkt an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, der in einer Fernsehsendung gesagt hatte, russische Truppen seien während des Referendums auf der Halbinsel präsent gewesen.

“Die Krim ist ukrainisches Territorium”, sagte Jazenjuk. “Den Leuten in Donezk, Lwiw, Ternopil oder Luhansk wurde ihr Besitz gestohlen. Die Krim gehört uns. Jalta, das Meer – das ist unser Territorium, Wladimir Wladimirowitch (Putin)!”

In der Ostukraine bleibt die Lage angespannt. In der Stadt Slowjansk stürmten ukrainische Soldaten in der Nacht einen Posten prorussischer Aktivisten, Schüsse fielen. In zehn Städten sind nach wie vor Verwaltungsgebäude besetzt, die Aktivisten wollen nicht aufgeben.

“Slowjansk ist umzingelt”, sagt ein Mann. “Die Armee ist überall. Wir bleiben hier bis zum Ende – Gleiches gilt für die Leute auf den Außenposten. Das haben wir entschieden. Wir fordern einen föderalistischen Staat und wollen ein Referendum!”

Auch in Donezk denken die Aktivisten nicht daran, ihre Stellungen zu räumen. Medienberichten zufolge wollen sie mindestens so lange bleiben, wie es auch auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew Lager prowestlicher Demonstranten gibt.