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Kapitän nach Fährunglück in Südkorea festgenommen

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Kapitän nach Fährunglück in Südkorea festgenommen

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Der Kapitän der südkoreanischen Unglücksfähre ist verhaftet worden. Ihm wird vorgeworfen das sinkende Schiff mit 475 Menschen an Bord im Stich gelassen und gegen das Seemannsgesetz verstoßen zu haben. Zudem hatte der 69-Jährige offenbar kurz vor der Katastrophe das Steuer an eine unerfahrene Offizierin übergeben.

Der Kapitän und die meisten der 28 Besatzungsmitglieder konnten sich retten. Den Passagieren war mitgeteilt worden, sich nicht zu rühren, obwohl das Schiff bereits in starke Seitenlage geraten war. Experten zufolge wurden viele im Inneren der Fähre eingeschlossen.

Ein Mitglied der Crew erklärte: “Der Befehl des Kapitäns das Schiff zu verlassen, konnte nicht an die Passagiere übermittelt werden. Aber der Befehl wurde gegeben. Was über den einen Lautsprecher verkündet wird, kann nicht im ganzen Schiff gehört werden.”

Die Familien der Vermissten hoffen auf ein Wunder. Einige der Passagiere könnten Experten zufolge den Untergang zunächst in einer Luftblase überlebt haben. Doch angesichts der niedrigen Wassertemperatur und des schwindenden Sauerstoffs bestehe kaum noch Hoffnung sie lebend zu bergen.

Die Rettungsmannschaften arbeiten unermüdlich die ganze Nacht hinduch. Hunderte Soldaten, Mitarbeiter der Küstenwache und Taucher versuchen sich Zugang zu den Passagieren zu verschaffen.