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Nach Fährunglück vor Südkorea: knapp 90 Personen tot geborgen

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Nach Fährunglück vor Südkorea: knapp 90 Personen tot geborgen

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Die Zahl der geborgenen Todesopfer des Fährunglücks vor Südkorea ist inzwischen auf knapp 90 gestiegen. Rund 220 Personen werden noch vermisst. Hoffnung, diese lebend zu bergen, gibt es kaum noch.

Obwohl die genaue Ursache der Katastrophe weiter unklar ist, verurteilte die südkoreanische Staatspräsidentin das Verhalten des Kapitäns und weiterer Besatzungsmitglieder. Sie seien unter den ersten gewesen, die sich in Sicherheit gebracht hätten – zugleich hätten sie den Passagieren gesagt, sie sollten an Ort und Stelle bleiben. Dies komme einem Mord gleich.

Der völlig chaotische Funkkontakt der südkoreanischen
Fähre «Sewol» mit der Schiffsüberwachungsstelle an Land könnte die
Katastrophe um den Untergang noch verschärft haben.

Zudem soll nun untersucht werden, ob Umbauarbeiten am Schiff zu dem Unglück vom Mittwoch beigetragen haben könnten. Solche Umbauten, die dazu dienen, die Aufnahmekapazität zu erhöhen, gelten jedoch als nicht ungewöhnlich.