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Präsidentschaftswahlen trotz Bürgerkrieg in Syrien

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Präsidentschaftswahlen trotz Bürgerkrieg in Syrien

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Die USA und die UNO haben Syriens Staatschef Baschar al-Assad für die Ausrufung von Präsidentschaftswahlen mitten im Bürgerkrieg scharf kritisiert.

Ein Sprecher der Vereinten Nationen erklärte, die Wahl werde “dem “politischen Prozess schaden” und die Aussichten auf eine Verhandlungslösung des Konflikts in Syrien in weite Ferne rücken.

Am Montag gab Syriens Parlamentspräsident bekannt, dass die Präsidentenwahl am 3. Juni stattfinden soll. Assad hatte seine Ambitionen für eine Wiederwahl bereits angedeutet, die offizielle Kandidatur steht jedoch aus.

Fast zeitgleich mit dieser Ankündigung zeigte das Staatsfernsehen Assad beim Besuch der christlich geprägten Stadt Maalula. Sie war erst kürzlich von den Regierungstruppen zurückerobert worden.

Der Konflikt in Syrien hatte im März 2011 mit zunächst friedlichen Protesten begonnen. Seitdem wurden mehr als 150.000 Menschen getötet, neun Millionen Menschen sind auf der Flucht.