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Tauziehen um Elektrozigaretten

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Tauziehen um Elektrozigaretten

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Das Geschäft mit Zigaretten lief auch schon einmal besser: Gerade erst hat einer der großen Hersteller, Philip Morris, erneut schlechtere Verkaufszahlen vorgelegt – Umsatz, Gewinn, alles ging bergab.

Einen Ausweg könnten nun die Elektrozigaretten bieten: In dieses schnell wachsende Geschäft steigen jetzt auch die Großen der Branche zunehmend ein.

Neu ist dabei jetzt ein Gerät, die nicht die übliche nikotinhaltige Flüssigkeit verdampft, sondern richtigen Tabak erhitzt – nur eben nicht verbrennt.

Diese neue Art von E-Zigarette stammt von Japan Tobacco International mit Sitz in Genf, einem Konzern mit Marken wie Winston oder Camel. Tabak dieser Marken soll nun auch das neuartige Gerät füllen, so hofft die Firma.

In Frankreich wird die E-Zigarette von JTI gerade eingeführt, in anderen Ländern wie Österreich ist sie schon auf dem Markt.

Der Verkauf von Elektrozigaretten ist in den letzten Jahren explodiert: Vorreiter waren aber bisher kleine Firmen, nicht die Konzerne.

Sie hätten dafür ihre eigene Technologie, und die allermeisten dieser Zigaretten würden auch massenweise in China hergestellt, begründet das ein Tabakindustrie-Experte, Shane McGuill. Es sei sehr, sehr leicht, seine eigene Firma dafür zu gründen.

E-Zigaretten verdampfen (zum Teil) Nikotin, sind aber trotzdem in vielen Ländern und an vielen Orten oft erlaubt, wo richtige Zigaretten verboten sind. Sie selber sind rauch- und dampffrei, der Raucher selbst atmet aber Inhaltsstoffe wieder aus.

In der Weltgesundheitsorganisation zeichnet sich jedoch ab, dass Elektrozigaretten international bald ebenso behandelt werden könnten wie richtiger Tabak, was Regulierung oder Besteuerung angeht.