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Immer mehr Flüchtlinge in der Zentralafrikanischen Republik

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Immer mehr Flüchtlinge in der Zentralafrikanischen Republik

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In der Zentralafrikanischen Republik sind weiter zahlreiche Muslime auf der Flucht vor christlichen Milizen. Diese Frauen und Kinder verlassen die Hauptstadt Bangui, um unter dem Schutz französischer Soldaten Zuflucht im rund 300 Kilometer entfernten Bambari zu finden.

In einer katholischen Kirche in Carnot, 500 Kilometer von Bangui, haben gut 900 Muslime Schutz vor den christlichen Anti-Balaka-Milizen gefunden. Sie warten darauf, ins benachbarte Kamerun fliehen zu können. Allerdings trauen sie sich kaum das Lager zu verlassen, denn in der nahegelegenen Stadt harren die christlichen Milizen aus.

“Viele Leute denken, das sei ein Relionskrieg”, sagt der Priester der Kirche, Dieu-Beni Bikowo, “was wir wissen ist aber, dass die Christen als Erste zu Hilfe kamen, als die Muslime hier eintrafen.”

In der Zentralafrikanischen Republik gibt es nach Schätzungen der Vereinten Nationen mehr als 700.000 Binnenvertriebene, mehr als 290.000 weitere sind aus dem Land geflohen. Den Angaben der UN zufolge sind zur Zeit 2,5 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, das macht bei 4,6 Millionen Einwohnern mehr als die Hälfte der Bevölkerung aus.