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Kolumbien und Mexiko erweisen García Marquez die letzte Ehre

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Kolumbien und Mexiko erweisen García Marquez die letzte Ehre

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Mit einer zentralen Trauerfeier in Mexiko-Stadt haben am Montag Tausende Menschen Abschied von Gabriel García Marquez genommen. Die Witwe Mercedes Barcha sowie seine Söhne Rodrigo und Gonzalo eröffneten die Ehrenwache im Palast der Schönen Künste in der Hauptstadt seiner Wahlheimat Mexiko.

Auch der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos und der mexikanische Staatschef Enrique Peña Nieto erwiesen García Marquez die letzte Ehre. Peña Nieto: “Wenn wir ein lateinamerikanisches Symbol für Emotionalität, Großzügigkeit und Größe suchen würden, dann wäre Gabriel García Marquez der Richtige.”

Im kolumbianischen Aracataca erinnerten die Menschen mit einer symbolischen Urne an “Gabo” – dort wurde García Marquez 1927 geboren. Ein Bewohner: “Der Tod eines Menschen, der so eng mit der Stadt Aracataca verknüpft ist, hinterlässt ein Gefühl von Sehnsucht und Schmerz, auch für das ganze Land und ganz Lateinamerika. Sogar der Himmel weint. Die Menschen in Aracataca sind in tiefer Trauer, sie trauern um ihren Schriftsteller und der Himmel hat sich Aracataca angeschlossen.”

In Bogota erinnert eine Ausstellung an den Nobelpreisträger. Am Dienstag ist eine Trauerfeier in der kolumbianischen Hauptstadt geplant, die landesweit im Radio und Fernsehen übertragen werden soll.

García Marquez war am vergangenen Donnerstag im Alter von 87 Jahren gestorben. Seine Leiche wurde in einer privaten Zeremonie eingeäschert. Ob seine Urne in Kolumbien oder Mexiko beigesetzt wird, war zunächst nicht bekannt.