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Russland will Gasexporte weiter diversifizieren

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Russland will Gasexporte weiter diversifizieren

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Russland will vor dem Hintergrund von Wirtschaftssanktionen seine Gasexporte weiter diversifizieren. Ministerpräsident Dimitri Medwedew sagte vor der Staatsduma in Moskau, sein Land werde neue Märkte vornehmlich in Asien erschliessen, um die Auswirkungen der Sanktionen möglichst gering zu halten.

Man sei heute daran so interessiert wie nie zuvor, Gas in asiatische und in Länder des Pazifikraums zu exportieren, so Medwedew, vor allem nach China, aber auch nach Japan
und in weitere Länder.

Medwedew kündigte an, demnächst werde die Ukraine ihre Gasimporte per Vorkasse bezahlen müssen. Moskau hatte bereits nach dem Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch die Gaspreise für Kiew deutlich erhöht. Die Ukraine ist das wichtigste Transitland
für russisches Gas in Richtung Westen.

Die Wirtschadftsbeziehungen zur Europpäischen Union will Russland zunächst nicht herunterschrauben. Medwedew forderte frein Zugang zu den Märkten. Sollte es zu Verstößen kommen, kündigte er an, die Welthandelsorganisation einschalten zu wollen.

Wegen der Sperrung einiger ausländischer Kreditkarten kündigte Medwedew mögliche Strafen an. Visa und Mastercard hatten im Zuge der US-Sanktionen gegen Russland ihre Zusammenarbeit mit mehreren russischen Banken aufgekündigt.