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Chinas Industrie schwächelt weiter


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Chinas Industrie schwächelt weiter

Der Abschwung war im April allerdings etwas flacher.

Der vorläufige Einkaufsmanagerindex in der Industrie stieg im April zwar auf 48,3 Punkte nach 48,0 Zählern im März – so das Forschungsinstitut Markit und die Großbank HSBC.

Die Wachstumsmarke von 50 Punkten blieb aber den vierten Monat in Folge außer Reichweite – heißt: die Geschäfte schrumpfen weiter.

Heißt außerdem: die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt steujert auf das schwächste Wachstum seit fast einem Vierteljahrhundert zu. Die Binnennachfrage habe sich leicht verbessert, erklärte der HSBC-Chefvolkswirt für China, Qu Hongbin. Aber von der Weltwirtschaft komme kaum Rückenwind. Zwar verlangsamte sich der Abschwung bei den Auftragseingängen und der Produktion etwas. Der Teilindex für die Exportaufträge fiel nach einem Zwischenhoch im vorigen Monat aber wieder unter die Wachstumsmarke.

Nach Jahren des Booms will die kommunistische Führung die Wirtschaft modernisieren, die Abhängigkeit von Exporten senken und den Binnenkonsum stärken. Dafür nimmt sie ein schwächeres Wachstum in Kauf, solange genügend Jobs entstehen und soziale Unruhen vermieden werden können. Im ersten Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt mit 7,4 Prozent so langsam wie seit anderthalb Jahren nicht mehr.

Geht es in diesem Tempo weiter, droht China das schlechteste Jahr seit 1990. 2013 kühlte sich die Konjunktur bereits auf ein Plus von 7,7 ab. Schwächer war die Wirtschaft seit 1999 nicht mehr gewachsen.

su mit Reuters

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