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Euro-Staatsfinanzen: Licht - aber der Tunnel ist noch lang

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Euro-Staatsfinanzen: Licht - aber der Tunnel ist noch lang

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In der Eurozone gehen die staatlichen Defzite zurück. So ist die Neuverschuldung im Jahr 2013 leicht auf drei (2012: 3,7) Prozent der Wirtschaftsleistung gesunken, nach Zahlen des Europäischen Statistikamts Eurostat. Die Gesamtverschuldung stieg allerdings auf 92,6 (2012: 90,7) Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Zwar zählt Griechenland nach wie vor zu den Sorgenkindern mit dem zweihöchsten Defizit hinter Slowenien. Doch das Land habe auf dem Weg zu weiteren Finanzhilfen eine wichtige Hürde genommen, lobt die EU-Kommission: Ohne Schuldendienst und Bankenhilfen habe das Land 2013 zum ersten Mal seit Jahren wieder einen sogenannten „Primärüberschuss“ erreicht – 1,5 Milliarden Euro.

Deutschland hat danach im vergangenen Jahr praktisch einen ausgeglichenen Haushalt erwirtschaftet. Der Schuldenstand von weniger als 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegt deutlich unter dem Durchschnitt der Währungsunion.

Zu den mehr als 90 Prozent im Schnitt trägt Griechenland allerdings immer noch gefährliche 175 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bei, gefolgt von Italien, Portugal und Irland – alle satt bei mehr als dem Doppelten der guten Vorsätze der Eurozone – das waren einmal 60 Prozent.

Ist der Weg aus der Finanzkrise eine europäische Erfolgsgeschichte? Erst mal tunkten die Euroländer nach 2008 auf das Doppelte des maximalen Defizits, das sie sich vorgenommen hatten (2009: -6,4%) und die Schuldenlast wurde mehr als ein Drittel schwerer (2007: 66,2 % des BIP; 2013: 92,6%).

Das wieder zurückzudrehen, dürfte trotz geringerer Defizite noch Jahre dauern.

su mit Reuters, dpa