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Amsterdam will enteigneten Holocaust-Opfern Steuern zurückzahlen

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Amsterdam will enteigneten Holocaust-Opfern Steuern zurückzahlen

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Die Amsterdamer Behörden wollen jüdische Holocaust-Überlebende entschädigen, die während der Besatzung durch Nazi-Deutschland in Konzentrationslager verschleppt und enteignet wurden. In ihren Häusern wurden häufig Kollaborateure und Nazi-Funktionäre untergebracht, die nach dem Krieg aus den Niederlanden geflohen sind.

“Die Juden wurden komplett enteignet”, sagt Ronny Nafthaniel, der frühere Direktor des Amsterdamer Informations- und Dokumentationszentrums für Israel. “Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden sie dann nachträglich für die Zeit ihrer Abwesenheit in den Konzentrationslagern besteuert und mussten auch noch Verzugszinsen für ihre unbezahlten Rechnungen entrichten.”

Ein Bericht des Instituts für Kriegs-, Holocaust und Genozid -Studien stellt nun fest, dass die Stadt Amsterdam 6,7 Millionen Euro an Entschädigungen zahlen müsste.

“Dafür sollten wir uns schämen”, sagt Jan Paternotte, der die Fraktion der sozialliberalen Partei D66 im Stadtrat anführt. “Wir dachten, wir hätten diese Episode unserer Geschichte abgeschlossen. Anscheinend ist das aber nicht der Fall.”

Von den seinerzeit 140.000 in den Niederlanden lebenden Juden haben lediglich 30.000 den Holocaust überlebt.