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Jean Claude Juncker

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Jean Claude Juncker kennt jeder daheim in Luxemburg die meisten mögen den Christdemokraten , der fast zwei Jahrzehnte als Ministerpräsident das kleine Land geführt hat. Damit war er zuletzt der am längsten amtierende Regierungschef in der EU, gut drei Jahre länger als es dereinst der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl mit 16 Jahren schaffte.

Der Sohn eines Werkpolizisten in einem Stahlwerk
hat den Strukturwandel miterlebt und die damit verbundenen sozialen Probleme. Bei all seiner Wirtschafts- und Finanzkompetenz hat er sich stets den Blick für die sozialen Fragen bewahrt. Sein Jurastudium betrachtete er von Beginn an als Grundlage für ein Leben als Berufspolitiker.

Dessen Höhepunkt war zweifellos das Amt des Euro-Gruppen-Chefs. Juncker hat großen Anteil an der Schaffung der europäischen Währung wie an ihrer Rettung in der Krise. Luxemburger lernen schon in der Schule, sich mehrsprachig zwischen den Schwergewichten Deutschland und Frankreich als Mittler zu betätigen, Kompromisse zu finden. Der französische Vornamen zum deutschen Familiennamen ist ein Ausdruck dieser Mittlerhaltung. Juncker hatte auch kein Problem damit, eine Idee zurückzuziehen, wenn andere nicht mitziehen. Vor den Parteifreunden der deutsche CDU sagte er: “Und lassen Sie sich auch nicht durcheinanderbringen von denen die dauerhaft entgegen der Wahrheit das Gerücht herumreichen, Juncker wird von der CDU nicht unterstützt, weil er eigentlich für Eurobonds eintritt. Eurobonds wird es mit mir als Kommissionspräsident in den nächsten fünf Jahre nicht geben, weil es sie nicht geben kann.”

Die letzte Wahl daheim hat er 2013 wegen einer alten Geheimdienstaffäre verloren. Nun will der 59jährige EU-Kommissionspräsident werden, aufgestellt von der Fraktion der christlich-konservativen “Europäischen Volksparteien” EPP.