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Krieg der Worte - Russland und die USA verstärken ihre Warnungen in der Ukraine-Krise

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Krieg der Worte - Russland und die USA verstärken ihre Warnungen in der Ukraine-Krise

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Angesichts der weiterhin angespannten Lage in der Ukraine-Krise hat die US-Armee am Mittwoch militärische Verstärkung nach Polen geschickt. Eine Kompanie von 150 Fallschirmjägern soll in dem Nato-Partnerland an Mänovern teilnehmen. Polen wünsche sich aktuell eine verstärkte Sicherheitsgarantie, so Donald Tusk, Regierungschef des Nachbarlandes der Ukraine. Das Pentagon plant die Entsendung von weiteren 450 Soldaten ins Baltikum – was von der lettischen Regierungschefin Laimdota Straujuma als “klares Signal” an Moskau bezeichnet wurde.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow warnte den Westen bei einem Interview auf dem Staatssender “Russia Today”: “Wenn wir angegriffen werden, werden wir mit Sicherheit zurückschlagen. Wenn unsere Interessen, die legitimen Interessen von Russen, direkt angegriffen werden, wie es zum Beispiel in Südossetien der Fall war, dann sehe ich keinen anderen Weg als den, in völliger Übereinstimmung mit internationalen Gesetzen zurückzuschlagen. Jeder Angriff auf russische Bürger ist ein Angriff auf die Russische Föderation.”

Des Weiteren beschuldigte er die USA, das Handeln der ukrainischen Regierung zu steuern. Washington "dirigiert die Show", so Lawrow. Das US-Außenministerium warf die Vorwürfe zurück. Sprecherin Jen Psaki: “Ich denke, dass viele der Behauptungen aus seinem Interview lächerlich sind und nicht mit dem übereinstimmen, was vor Ort passiert. Die Maßnahmen der ukrainischen Regierung sind eine legitime Antwort auf die rechtswidrige und mit Waffengewalt erreichte Besetzung von Gebäuden in wenigen Städten der Ostukraine.”

In Slawjansk verstärkten die prorussischen Aktivisten unterdessen ihre Barrikaden – auch in anderen Städten der Ostukraine hält die Belagerung an. In den von den Separatisten kontrollierten Gebieten soll es laut Medienberichten inzwischen zunehmend Beweise für Willkür und Gewalt gegen Kritiker geben.