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Netmundial: Brasilien und andere für ein möglichst freies Internet

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Netmundial: Brasilien und andere für ein möglichst freies Internet

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Brasilien und andere Länder wollen das Internet weniger amerikanisch machen: Darüber haben sich Experten und Regierungsvertreter aus aller Welt zwei Tage lang in Sao Paulo ausgetauscht, auf der Konferenz Netmundial.

Dabei ging es auch darum, wie im Netz Datenschutz und Meinungsfreiheit gesichert werden können. Brasilien hat sich mit den USA überworfen, weil selbst die Staatspräsidentin vom Geheimdienst NSA ausspioniert wurde.

Das Internet sollte multilateral, demokratisch und transparent verwaltet werden, sagt Dilma Rousseff. Das multilaterale Modell sei dazu am besten geeignet.

Wichtig ist den Teilnehmern in Sao Paulo auch, dass das Internet für alle gleichermaßen offen bleibt.

Netzneutralität heiße: Keine Benachteiligung, weder wirtschaftlich noch politisch, sagt Tim Berners-Lee, einer der “Väter” des Internets. Die explosionsartige Zunahme an Neuerungen über die letzten 25 Jahre habe es nur gegeben, weil dieses Netz neutral sei.

Wie ein neues Modell für die Netzverwaltung aussehen könnte, ist unklar. Bisher ist dafür ICANN zuständig, die Einrichtung in den USA, die zum Beispiel Internetadressen vergibt.

Nächstes Jahr wollen die USA die Aufsicht über ICANN aufgeben. Allerdings wollen sie und auch andere nicht, dass autoritäre Staaten künftig über die Regeln im Internet mitbestimmen können.