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Russisches Militär reagiert auf NATO-Manöver

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Russisches Militär reagiert auf NATO-Manöver

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Das russische Militär hat auf die Zuspitzung der Lage in der Ostukraine mit einem großangelegten Manöver direkt an der Grenze reagiert. Zuvor waren bei einem Gefecht in der ostukrainischen Stadt Slowjansk fünf prorussische Separatisten erschossen worden. Die Regierung in Kiew bezeichnete das Vorgehen der ukrainischen Truppen als “Anti-Terror-Operation”.

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu nannte die Situation besorgniserregend:

“Wenn diese Militär-Maschine nicht gestoppt wird, wird es noch weitere Tote und Verletzte geben. Die geplanten Manöver der NATO in Polen und in baltischen Staaten werden nicht zu einer Normalisierung der Lage im Ukraine-Konflikt beitragen.”

Schoigu kritisierte zudem, dass die Verstärkung der Nato-Militärpräsenz in Polen und im Baltikum die Lage weiter
angeheizt habe. Die USA hatten angekündigt, diese Woche rund 600
Soldaten zu Manövern in die drei baltischen Staaten und nach Polen zu
entsenden. Erste Einheiten sind seit Mittwoch in Polen.

Die Nato schickte fünf Schiffe eines Minenräumverbandes vom deutschen Ostseehafen Kiel ins Baltikum.

Ein Nato-Sprecher sagte, der Einsatz sei “rein defensiv”. Zugleich bekräftigte er aber, dass die Entsendung auch Teil eines Paketes von Aktionen sei, “um die Entschlossenheit und Bereitschaft der Nato zu zeigen.”