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Angespannte Ruhe in Slowjansk

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Angespannte Ruhe in Slowjansk

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In Slowjansk ist die Lage angespannt, am Donnerstag hat es hier Tote gegeben. Die gut 130.000 Einwohner sind von ukrainischen Soldaten umstellt, die Nachrichtenagentur DPA zitiert Angehörige der prorussischen Aktivisten: Es gebe noch genügend Wasser und Nahrung, allerdings seien etwa die Geldautpmaten blockiert und somit keine Überweisungen mehr möglich.

Eine Einwohnerin hofft, dass die Regierung in Kiew nicht auf die Menschen schießen lasse, hier lebten friedfertige Leute. Jetzt sei es mehr oder weniger friedlich hier, meint ein Mann, zuvor sei aber Blut geflossen. Hinter der Agression steckten die USA.

Die Verwaltungsgebäude der Stadt stehen unter Kontrolle der prorussischen Aktivisten. Bis zu fünf Menschen sollen in Slowjansk von den Ukrainern getötet worden sein, doch gesicherte Zahlen gibt es nicht. Eine ältere Dame will einfach ihre Ruhe haben: “Natürlich heisse ich diese Situation nicht für gut. Wer würde das schon?”, sagt sie, “ wir wollen, dass die Dinge besser werden, wir wollen Frieden. Wir wollen, dass hier alles gut ist.”

Bei Slowjansk war vor einigen Tagen ein Politiker tot aufgefunden worden, der der ukrainischen Vaterlandspartei angehörte. Auch das hatte für die rasche Zuspitzung der Lage vor Ort gesorgt.