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Der Zauberwürfel: Schnittstelle zwischen Mathematik und Kunst

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Der Zauberwürfel: Schnittstelle zwischen Mathematik und Kunst

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Der Zauberwürfel (Rubik’s Cube) – Man liebt ihn oder man kann nichts mit ihm anfangen. Der Ungar Ernő Rubik hat das mechanische Geduldspiel 1974 erfunden. Bis zum Höhepunkt seiner Beliebtheit Anfang der 1980er-Jahre wurden schätzungsweise 160 Millionen Würfel verkauft.

Der 69-jährige Erfinder hat sich jetzt mit dem Liberty Science Center in Jersey City, New Jersey, zusammengetan, um den 40. Jahrestag des Rubikwürfel mit einer Sonderausstellung zu feiern.

Ernő Rubik: “Ich habe mehr als die Hälfte meines Lebens auf die eine oder andere Weise mit dem Würfel verbracht. Und wenn ich auf mein Leben zurückblicke, habe ich wohl die meiste Zeit meines erwachsenen Lebens mit ihm verbracht, denn ich war 30, als ich ihn erfunden habe.”

Als der Würfel 1974 in Budapest herauskam, erlaubte Ungarn es anfangs nicht, das Spielzeug außerhalb des Ostblocks zu verkaufen. Seit der internationalen Markteinführung 1980 hat wohl eine von sieben Personen mit dem bunten Würfel gespielt.

Paul Hoffman, Liberty Science Center: “Idealerweise ruft diese Ausstellung folgendes beim Besucher hervor: Bei einem eher naturwissenschaftlich orientierten Menschen wird eher die kreative Seite angeregt. Sieht man das Ganze eher aus künstlerischer Sicht, wird man feststellen, das Mathematik und Wissenschaft mit Kunst zu tun haben. Deswegen auch der Titel der Ausstellung ‘Beyond Rubik’s Cube’, denn es geht nicht nur um den Würfel, es geht um Schnittstellen der Technik, um diesen brillanten Mechanismus im Innern des Würfels, sein Design, die Farben und die Mathematik, die 43 Trillionen Lösungsmöglichkeiten.”

Wer den Würfel nicht selbst nach Farben ordnen will oder kann, lässt sich von einem Roboter jeden Lösungsschritt zeigen. Die Ausstellung in New Jersey ist bis Ende November zu sehen. Danach geht sie auf eine siebenjährige Welttournee.