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Hollande knüpft sein politisches Schicksal an weniger Arbeitslose

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Hollande knüpft sein politisches Schicksal an weniger Arbeitslose

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Die Arbeitslosigkeit in Frankreich bewegt sich kaum, schon gar nicht nach unten. Im März waren 3,35 Millionen Menschen auf der Suche nach einem Vollzeitjob arbeitslos, so das Arbeitsministerium – 1.600 mehr als im Februar. Nimmt man auch potentielle Teilzeitarbeiter dazu, dann stieg die Zahl der Jobsucher um 0,2 Prozent auf 4,95 Millionen.

Für Frankreichs Präsident François Hollande läuft damit die Uhr, das weiß er. “Wenn die Arbeitslosigkeit
nicht bis 2017 sinkt, habe ich weder Grund, Kandidat zu sein, noch eine Chance, wiedergewählt zu werden”, sagte er während eines Besuchs beim Reifenhersteller Michelin in der mittelfranzösischen Stadt Clermont-Ferrand.

Die Worte Hollandes erinnern stark an eine Ankündigung Gerhard Schröders aus dem Jahr 1998. Kurz vor der Bundestagswahl sagte der
spätere SPD-Kanzler: “Wenn wir es nicht schaffen, die
Arbeitslosenquote signifikant zu senken, dann haben wir es weder verdient, wiedergewählt zu werden, noch werden wir wiedergewählt.”

Die Arbeitslosenquote in Frankreich ist mehr als
doppelt so hoch wie in Deutschland. Nach jüngsten Vergleichszahlen der Europäischen Statistikbehörde Eurostat betrug sie im Februar 10,4 Prozent, in der Bundesrepublik 5,1 Prozent.

su mit Reuters, dpa