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Neue Fälle des tödlichen MERS-Coronavirus aufgetaucht

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Neue Fälle des tödlichen MERS-Coronavirus aufgetaucht

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Im Nahen Osten wächst die Angst vor dem MERS-Coronavirus. In der vergangenen Woche gab es in Saudi-Arabien 23 neue Fälle, teilte das nationale Gesundheitsamt mit, der zuständige Minister wurde entlassen.

MERS trat bislang vor allem in Vorderasien, aber auch in Europa auf. Stets bestand bei den Patienten eine Verbindung zu Ländern der arabischen Halbinsel.

Die Weltgesundheitsorganisation hat seit April 2012 über 250 Fälle registriert, 93 Menschen kamen aufgrund des Virus ums Leben.

“In den meisten Fällen handelt sich um Menschen, die bereits unter anderen Krankheiten leiden”, sagt der MERS-Spezialist Dr. Ram Mohan Shukla. “Diese Menschen infizieren sich, aber wie das vonstattengeht, wissen wir nicht. Wenn sie ins Krankenhaus kommen oder zu Hause gepflegt werden, infizieren sich wiederum die Menschen, die lange Zeit mit ihnen Kontakt haben – auch wenn diese vorher keine chronischen Leiden hatten.”

In den nachgewiesenen Fälle traten grippeähnliche Symptome und Durchfall auf, bei besonders gravierendem Krankheitsverlauf wurde Nierenversagen festgestellt.

“Das macht mir echt Angst, denn sie sollten uns mehr Informationen darüber geben, wie man sich davor schützt”, sagt eine Frau in Dubai.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind wahrscheinlich Dromedare die Quelle für die menschlische Infektion. In einer Zuchtstation in Katar wurden mehrere Tiere positiv auf das Virus getestet.

“Sollten die Untersuchungen letztlich zeigen, dass tatsächlich Dromedare Ursprung des Virus sind, könnte das die Golfregion kulturell erschüttern”, so euronews-Reporter Francois Chignac in Dubai. “Denn hier werden Dromedare wie Haustiere gehalten – und sie bevölkern die Rennbahnen, wenn zwischen September und März eine der wichtigsten sportlichen Traditionen gepflegt wird.”