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Johannes Paul II: Wanderer und guter Zuhörer

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Johannes Paul II: Wanderer und guter Zuhörer

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Hier in Wadowice im Süden Polens ist Johannes Paul II aufgewachsen. In der Basilika der Stadt wurde er getauft und später war er dort Messdiener. Sein Vater war Offizier und die Familie führte ein bescheidenes Leben. Seine Mutter starb als er neun Jahre alt war.

Vor wenigen Wochen wurde in seinem Geburtshaus ein großes Museum über den einstigen Papst eröffnet. Zu sehen sind zahlreiche Fotos und Handschriften und die Soutane, die er 1978 nach seiner Papstwahl trug. “Ein Heiliger, der ein ganz normaler Mann war. Er scherzte gerne, liebte die Berge und machte viele Wanderungen – hier stellen wir auch seine Leinenschuhe und seine Taschenlampe aus,” so ein Priester.

Laut Kardinal Stanislaw Dziwisz, der sein Assistent war, liebte Johannes Paul II Gott und die Menschen. Bei seinen Audienzen habe er wenig gesagt und vor allem zugehört. Er habe immer wieder betont, dass er keine Wunder vollbringe, Gott vollbringe die Wunder. Sein Gebet habe gewirkt, zu seinen Lebzeiten und auch nach seinem Tod.

Die Gläubigen werden an diesem Sonntag in mehreren Städten in ganz Polen die Heiligsprechung ihres Papstes auf Großleinwänden verfolgen können.