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Hong Kong: Tian'anmen Museum spaltet Bevölkerung

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Hong Kong: Tian'anmen Museum spaltet Bevölkerung

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In Hong Kong wird die Eröffnung des ersten Museums über das Tian’anmen-Massaker in Peking vor 25 Jahren gefeiert. Hierbei handelt es sich um die erste dauerhafte Ausstellung, die sich den blutigen Zusammenstößen zwischen der Bevölkerung und dem Militär auf dem Platz des himmlichen Friedens widmet.

Entstanden waren die Unruhen im Jahre 1989 aus der Studentenbewegung, die sich für mehr Demokratie einsetzte. Zur Eskalation kam es am 3. und 4. Juni, als das chinesische Militär im Zentrum Pekings gewaltsam die Proteste der Bevölkerung niederschlug.

Wie eine Besucherin des Museums mitteilt, erfahre sie hier zum ersten Mal Näheres über die Hintergründe der Ereignisse. Für sie würde nun klar, dass die Studenten sich damals für Demokratie und Freiheit eingesetzt hätten.

Zur gleichen Zeit aber kommt es auf den Straßen vor dem Museum zu Protesten. Gegner wollen sich der Einweihung entgegenstellen, ja sogar die Schließung des Museums erreichen. Für sie sind die Ereignisse von 1989 ein notweniges Übel der heutigen Gestalt ihres Landes.

Wie ein Demonstrant angibt, seien die Proteste von 1989 von den USA und Hong Kong unterstützt worden, um das ganze Land in Unruhe zu versetzen. Für ihn sei das damalige militärische Eingreifen der Zentralregierung die richtige Strategie gewesen, um das Chaos zu beenden.