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Kritik am Krisenmanagement: Südkoreanischer Ministerpräsident tritt nach Fährunglück zurück


Korea

Kritik am Krisenmanagement: Südkoreanischer Ministerpräsident tritt nach Fährunglück zurück

Elf Tage nach dem verheerenden Fährunglück vor Südkorea hat der südkoreanische Ministerpräsident Chung Hong-won persönliche Konsequenzen aus der Kritk am Krisenmanagement gezogen und seinen Rücktritt erklärt.

Die Polizei nahm zuvor auch die übrigen vier noch nicht inhaftierten Besatzungsmitglieder der Fähre fest. Gegen alle 15 Mitgliedern der Crew wird nun wegen Fahrlässigkeit und unterlassene Hilfeleistung ermittelt.

“Es tut mir für die Angehörigen der Opfer sehr leid, dass ich meine Pflicht als Besatzungsmitglied nicht erfüllen konnte”, so einer der Steuermänner nach seiner Verhaftung.

Inzwischen wurden 187 Opfer geborgen. 115 Personen werden noch vermisst, die meisten von ihnen Schüler. Die Taucher arbeiten sich immer tiefer in den Rumpf des Schiffes vor. Luftblasen, in denen manche Passagiere womöglich einige Zeit lang überlebt haben könnten, wurden bisher nicht gefunden.

Die Ermittler überprüfen inzwischen die Theorie, dass eine defekte Ruderanlage zu einer abrubt Kursänderung, einem Verrutschen von Ladung und so zum Kentern der Fähre geführt haben könnte.

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