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Ostukrainische Separatisten schlagen Gefangenenaustausch vor

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Ostukrainische Separatisten schlagen Gefangenenaustausch vor

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Während Angehörige einen jungen Mann zu Grabe trugen, der am Donnerstag bei einem Gefecht mit ukrainischen Sicherheitskräften getötet worden war, versuchten westliche Politiker am Samstag erneut, die Freilassung des entführten OSZE-Beobachterteams zu erwirken.

Wjacheslaw Ponomarew, selbternannter “Volksbürgermeister” von Slowiansk, schlug einen Austausch gegen inhaftierte pro-russische Aktivisten vor. Ponomarew hatte das achtköpfige Team schon zuvor als Kriegsgefangene bezeichnet.

“Gefangene waren schon immer eine Tauschwährung in Zeiten militärischer Konflikte”, so Ponomarew auf einer Pressekonferenz am Samstag. “Es ist international Praxis, Kriegsgefangene auszutauschen, da ist nichts Schlimmes dabei.”

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier setzt für die Freilassung der Gruppe, der auch vier Deutsche angehören, bisher noch auf diplomatischen Druck. Ein Verhandlungsteam soll auf dem Weg sein:

Sowohl der russische Außenminister Sergei Lawrow wie auch der ukrainische Präsident und der Vorsitzende der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hätten ihre volle Unterstützung zugesichert, so Steinmeier in Berlin.

Viel Glauben schenken die westlichen Verhandlungsparteien den russischen Kooperationszusagen derzeit jedoch nicht. Am Samstag beschloss auch die Gruppe der Sieben führenden Industrienationen (G7) eine Verschärfung der Sanktionen gegen Moskau.