Eilmeldung

Eilmeldung

Südkoreas Ministerpräsident tritt nach Fährunglück zurück

Sie lesen gerade:

Südkoreas Ministerpräsident tritt nach Fährunglück zurück

Schriftgrösse Aa Aa

Eineinhalb Wochen nach der Schiffskatastrophe in Südkorea ist Ministerpräsident Chung Hong Won zurückgetreten. Er übernahm Verantwortung für das schlechte Krisenmanagement der Regierung und entschuldigte sich. Er sagte, die Schreie der Familien der Vermissten ließen ihn nicht schlafen.

Die Suche nach weiteren Opfern in dem Wrack kam am Wochenende wegen schlechten Wetters nur mühsam voran. An Bord der Fähre waren vor allem Schüler auf einem Ausflug. Bislang wurden 187 Leichen geborgen, 115 Menschen gelten noch als vermisst.

15 Besatzungsmitglieder sind unterdessen in Untersuchungshaft. Der Crew und dem Kapitän wird vorgeworfen, die Evakuierung verzögert und die Passagiere im Stich gelassen zu haben.

In Seoul gedenken die Menschen der Opfer. In ihre Trauer mischt sich auch Wut. Lokale Medien berichten von den letzten Minuten an Bord: Zahlreiche der ertrinkenden Kinder hätten sich beim Versuch, aus dem untergehenden Schiff zu fliehen, schwer verletzt. Sie seien Wände emporgeklettert und hätten sich dabei die Hände gebrochen.