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Die Demokratie war der Sieger der Kandidaten-Debatte

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Die Demokratie war der Sieger der Kandidaten-Debatte

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Wer als der Sieger der Debatte zwischen den vier Spitzenkandidaten gelten könne, war eine der Fragen, die wir an die beiden Gäste
in unserem Brüsseler Studio, an Jean Quatremer von der französischen Tageszeitung “Liberation” und an Christophe Garach von der Publikation “Europolitics” richteten. “Die Demokratie, denn wir haben eine wirkliche politische Debatte”, sagte Quatremer. “Dass die Kandidaten für das Amt des Kommissionspräsidenten sich vorstellen, erklären, welches ihre Vorhaben sind, über ihre politischen Optionen debattieren, ist eine Premiere in der Geschichte der Europäischen Union. Die Wähler können nun eine Entscheidung treffen.” Und Christophe Garach fügte hinzu: “Ich bin etwas pessimistischer. Warum? Es stimmt, dass nun eine öffentliche Debatte stattfindet, dass es Spitzenkandidaten gibt. Das alles ist tatsächlich ein Novum. Doch ich bin mir dessen nicht sicher, ob zuletzt, nach der Europawahl die Türen wirklich offen bleiben, wenn es darum geht, sich für Mehrheiten zu entscheiden, sich für Projekte und für Programme zu entscheiden, wenn es darum geht, zu verhandeln. Ich weiß nicht, ob das nicht erneut hinter verschlossenen Türen stattfinden wird.” Jean-Claude Juncker sei gewiss nicht der Sieger des Abends gewesen, so Garach.