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Irak am Vorabend der Parlamentswahl

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Irak am Vorabend der Parlamentswahl

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Wahlkampfplakate – wohin man blickt in den Straßen von Bagdad. Dies ist die erste Parlamentswahl seit dem Abzug der amerikanischen Truppen 2011. Landesweit bewerben sich fast zehntausend Kandidaten von 277 politischen Parteien und Gruppierungen um die 328 Sitze im Parlament von Bagdad. Viel mehr als ihre Fotos kennen die Wähler nicht. In einem Land mit täglichen Gewaltausbrüchen bleibt wenigt Raum, Programme zu erläutern.

Der Mann auf der Straße sieht es als Chance an, etwas zu verändern, besser zu machen.
Und die Frau wünscht sich faire Wahlen, weil das irakische Volk doch Veränderungen brauche. Darauf hoffe sie.

20,5 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Das 2010 gewählte Parlament hat nur wenige Gesetze erlassen. Und auch die Bilanz der Regierung fällt eher mager aus.
Eine echte Entwicklung der Wirtschaft ist bisher nicht gelungen. Immer noch hängt alles vom Erdöl ab. Die Arbeitslosigkeit liegt nach offiziellen Angaben bei 16 Prozent.

Kein Wunder, wenn da der nächste Mann auf der Straße sagt:“Wir brauchen neue Leute, neue Gesichter an der Spitze. Das ist unsere Forderung.”

Der Ruf nach Veränderung ist unüberhörbar. Nur wie lassen sich die politischen und religiösen Gräben überwinden, die eine effektive Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft behindern?

Die Menschen wollen ein besseres Leben, stellt der euronews-Korrespondent Mohammed Shaikhibrahim fest. Ihre Hoffnungen beziehen sich auf alle Bereiche des Lebens, Wirtschaft, Soziales, Sicherheit. Das Land ist der ewigen politischen Differenzen und Sicherheitsprobleme müde.