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Bericht um möglichen Euro-Austritt der Niederlande sorgt für Wirbel

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Bericht um möglichen Euro-Austritt der Niederlande sorgt für Wirbel

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Der niederländische Regierungschef Mark Rutte hat Medienberichten zufolge im Jahr 2012 damit gedroht, die Eurozone zu verlassen, wenn Brüssel bestimmte Reformpläne durchdrückt. Die Berichte stützen sich unter anderem auf EU-Ratspräsident Herman van Rompuy, der jetzt sagte, Rutte habe sich seinerzeit ihm gegenüber entsprechend geäußert. Die Nachricht ist Wasser auf die Mühlen von Euro-Gegner Geert Wilders.

Er sagte gegenüber euronews: “Ich war positiv überrascht. Ich erinnere mich, dass Rutte meiner Partei sagte, es sei verrückt, alleine an den Austritt zu denken. Bei einer Dringlichkeitssitzung im Parlament werden mich die anderen Parteien hoffentlich unterstützen und Rutte wird erklären, was er wirklich gesagt hat.”

Die Nachricht sorgt für Wirbel in den Niederlanden und könnte Wilders Position stärken, so der Politanalyst Chris Albeerts:

“Diejenigen, die Wilders wählen, kümmern sich nicht darum, was Rutte denkt oder nicht denkt. Das Problem mit Rutte ist, dass er am Ende immer gewisse Kompromisse eingeht, und das sind Kompromisse, die die Wähler von Wilders nicht wollen.”

Rutte selbst streitet die Aussagen an sich nicht ab, allerdings ließ er wissen, das weder er noch seine Regierung jemals ernsthaft an einen Austritt gedacht hätten.

euronews-Reporter Olaf Bruns: “Von vielen Oppositionsparteien hat es scharfe Kritik an Premierminister Mark Rutte gegeben, sie werfen ihm vor aus Angst vor Eurokritikern wie Geert Wilders dessen Position zu übernehmen.”