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Euronews-Korrespondent in Bagdad: "Die Wahl-Atmosphäre war sehr angespannt."


Irak

Euronews-Korrespondent in Bagdad: "Die Wahl-Atmosphäre war sehr angespannt."

Euronews::
In der irakischen Hauptstadt Bagdad ist
unser Sonder-Korrespondent Mohammed Shaikhibrahim zugeschaltet.
Wie beurteilen Sie die Atmosphäre im Irak an diesem Wahltag?

Euronews-Reporter Mohammed Shaikhibraim:
“Die Atmosphäre hier im Irak war sehr angespannt. Man spürt den Druck, der auf den Leuten lastet. Sie sind sehr besorgt aufgrund der instabilen Sicherheitslage hier im Land. Die Iraker, die sich an der Wahl beteiligt haben, sind aber optimistisch hinsichtlich eines bevorstehenden Wandels.”

Euronews:
“Die Iraker wollten gemäß ihrer Verfassung den künftigen Weg ihres Landes bestimmen und das Recht auf freie Wahlen in die Tat umsetzen. Wie rege war denn wohl die Beteiligung am Urnengang?”

Euronews-Reporter Mohammed Shaikhibraim:
“Unter diesen schwierigen Umständen und politischen Bedingungen ist die Wahlbeteiligung wohl als angemessen zu bezeichnen. Viele Iraker mussten weite Wege zu Fuß zu ihren Wahllokalen zurücklegen. In Bagdad und vielen anderen Regionen stand der öffentliche Verkehr still. Bei hohen Temperaturen und langen Wegstrecken war es für viele Wähler sehr mühselig bis zur Stimmabgabe. Man hat ihren Willen gespürt, etwas aktiv zu einem Wechsel beizutragen im Sinne einer besseren Zukunft.

Aber es gab auch viele Menschen, die den Weg zur Stimmabgabe gescheut haben. Die Gründe dafür sind die Gefahren tödlicher Attacken in vielen irakischen Regionen, wie sie hier fast täglich gängige Praxis sind.

Die größte Angst herrschte um die Wahllokale herum und in den umliegenden Wohnkomplexen. Die Furcht vor Bombenattentaten begleitet das tägliche Leben fast überall, das ist hier an jeder Ecke zu spüren.”

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