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Französische Diamantenjagd mit Yvan Attal und Bérénice Bejo

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Französische Diamantenjagd mit Yvan Attal und Bérénice Bejo

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“Le dernier diamant” ist ein französischer Gangsterfilm mit funkelnder Starbesetzung: Yvan Atal und Bérénice Bejo. Es geht um Habgier, Liebe und einen ganz besonderen Diamanten.

euronews-Reporter Wolfgang Spindler traf den Regisseur Éric Barbier und seine beiden Hauptdarsteller bei Vorstellung des Films in Lyon. Und staunte nicht schlecht, als Barbier ihm den “Florentiner” Diamanten unter die Nase hielt.

Éric Barbier: “Das ist der Stein, den Yvan stehlen wird, er ist wunderbar. Er kostet rund 50 Millionen Euro. Sie will ihn verkaufen und er wird ihn stehlen!”

Er, das ist Simon, dargestellt von Attal, ein auf Bewährung frei gelassener Diamantendieb, der beschließt, beim Coup seines Lebens mitzumachen. Der gelbe Diamant soll auf einer Auktion versteigert werden. Damit der Diebstahl gelingt, muss er das Vertrauen der wunderschönen Edelsteinexpertin Julia (Bérénice Bejo) gewinnen, die den Verkauf organisiert, nachdem ihre Mutter auf mysteriöse Weise verstorben ist.

Éric Barbier greift auf ein Filmgenre zurück, das in Frankreich ein wenig in Vergessenheit geraten ist.

Éric Barbier: “Es gab eine sehr reichhaltige Epoche im französischen Kino, von 50er bis zu den 70er Jahren, in der der Gangsterfilm florierte. Viele Regisseure setzen auf diese Art von Handlung und Erzählform. Und was beim Dreh besonders großen Spaß machte, war, dieses Genre wiederzubeleben.”

Der französische Schauspieler und Regisseur Yvan Attal drehte unter anderem mit Claude Lelouch (“And Now … Ladies and Gentlemen” 2001), Sydney Pollack (“Die Dolmetscherin”, 2004) und Steven Spielberg (“München”, 2006). Bérenice Bejo erlangte mit dem Oscar-Hit “The Artist” internationale Bekanntheit und wurde 2013 “für ihre Rolle in Asghar Farhadis “Le Passé – Das Vergangene” in Cannes als beste Schauspielerin geehrt.

Wolfgang Spindler, euronews: “Sie haben viele Preise gewonnen und hatten großen Erfolg mit ‘The Artist’. Kosten Sie jetzt viel mehr?”

Bérénice: “Ein bisschen mehr, nicht viel.”

Éric Barbier: “Wissen Sie, warum sie sehr teurer ist? Weil sie immer seltener und wertvoller wird. Abwesenheit macht rar. Sie ist jetzt eine Schauspielerin, die sich ihre Rollen sehr sorgfältig aussucht.”

Bérénice Bejo: “Was bedeutet: Ja, ich erhalte jetzt interessantere Projekte, als vorher.”

In “Le dernier diamant” standen Bejo und Attal erstmals gemeinsam vor der Kamera. Zwischen den beiden stimmte die Chemie auf Anhieb.

Yvan Attal: “Vom ersten bis zum letzten Drehtag verlief das auf ganz natürliche und friedliche Weise zwischen uns beiden. Natürlich veränderte sich die Beziehung im Verlauf der Zeit, bei jeder Szene, die wir gemeinsam drehten, lernten wir uns besser kennen. Es war immer sehr einfach und freundlich.”

Éric Barbier: “Es herrschte eine gewisse Leichtigkeit, Freude darüber, sich kennenzulernen. Bei manchen Szenen amüsierte sich Yvan mit Bérénice über die Dialoge, über die stillen Momente und die Art und Weise, wie er sie manipulierte.”

Yvan Attal: “Wir haben uns gefragt, ob wir als Paar glaubwürdig sind. Und wenn ich den Film sehe, finde ich, es funktioniert perfekt.”

Bérénice Bejo: “Es funktioniert, weil das Drehbuch ausgezeichnet ist, weil es einen Regisseur gibt, der eine genaue Vorstellung davon hat, wir er die Geschichte erzählen möchte. Was wirklich zählt, ist, dass das, was auf der Leinwand geschieht, glaubwürdig erscheint.”

Éric Barbier: “Was diese Art Film interessant macht, ist die unerwartete Wendung, die Überraschung des Zuschauers. Man führt ihn zunächst in die eine Richtung und plötzlich, als wenn sich eine Falltür öffnet, erscheint ein neuer Handlungsstrang.”

Der Film ist gerade in Frankreich angelaufen und soll im Verlauf des Jahres in die europäischen Kinos kommen.

Bérénice Bejo ihrerseits wird “wieder in Cannes erwartet in dem Wettbewerbsbeitrag “The Search” wiederum von “The Artist-Regisseur Michel Hazanavicius.

Bonus interview with film crew