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Nach neuen Sanktionen: Russland reagiert zurückhaltend

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Nach neuen Sanktionen: Russland reagiert zurückhaltend

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Nach den neuen Sanktionen westlicher Länder im Ukraine-Konflikt reagiert Russland zurückhaltend.

Staatspräsident Wladimir Putin sagte, man würde auf Gegenmaßnahmen sehr gerne verzichten – hoffentlich müsse es nicht soweit kommen.

Bei weiteren Sanktionen müsse man aber prüfen, ob westliche Firmen noch in den wichtigen Bereichen der russischen Wirtschaft arbeiten könnten, wie der Energiebranche.

In diesem Bereich sind westliche Konzerne nach wie vor stark tätig, zum Beispiel in mehreren Erdölfördergebieten – große Unternehmen wie Exxon Mobil und Chevron aus den USA oder die britische BP.

Ein Druckmittel hat Russland auf jeden Fall im Weltraum: Amerika kann seine Astronauten – nach dem Aus für die Raumfähre Space Shuttle – nicht mehr aus eigenen Kräften zur Raumstation ISS schicken.

Die USA wollten, dass die Weltraumprogramme trotz allem weiterliefen, sagt Dmitri Rogosin, einer der Vizeregierungschefs. Wenn aber Sanktionen die russische Weltraumindustrie träfen, dann sollten doch die Amerikaner ihre Raumfahrer künftig mit dem Trampolin hochschicken.

Andererseits fliegen die Sojus-Raumschiffe nicht als Freundschaftsdienst: Die USA bezahlen für die Beförderung ihrer Raumfahrer hohe Millionensummen – Geld, das Russland immer gut gebrauchen kann.