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Nigeria: Angehörige fordern verstärkte Suche nach 200 entführten Mädchen

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Nigeria: Angehörige fordern verstärkte Suche nach 200 entführten Mädchen

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Mehr als zwei Wochen nach der Entführung von über 200 Schülerinnen haben Angehörige und Aktivisten vor dem nigerianischen Parlament für größere Anstrengungen bei der Suche demonstriert.

Etwa 40 Mädchen konnten offenbar nach der Entführung flüchten. Der Rest wird weiter in der Hand der islamistischen “Boko Haram” Rebellen vermutet.

“Wir glauben, dass wir mit unserem Protest alle Nigerianer und vor allem Mütter auf die Not dieser Kinder aufmerksam machen können”, so eine der Demonstrantinnen.

Die Entführer hatten sich als Soldaten ausgegeben, die jugendlichen Schülerinnen auf Lastwagen verladen und dann Feuer in der Mädchenschule gelegt.

Nach Angaben eines Dorfältesten seien die Mädchen inzwischen für je neun Euro verkauft und mit Islamisten zwangsverheiratet worden – möglicherweise jenseit der nigerianischen Grenze.

Boko Haram, übersetzt in etwa “westliche Bildung ist Sünde”, kämpft sei gut fünf Jahren für die Errichtung eines Kalifats nach mittelalterlichem Vorbild. Die Opfer gehen in die tausende.