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Pfusch bei der Hinrichtung: Häftling 43 Minuten im Todeskampf

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Pfusch bei der Hinrichtung: Häftling 43 Minuten im Todeskampf

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Nach einer Panne bei seiner Hinrichtung, hat ein Häftling im US-Bundesstaat Oklahoma 43 Minuten lang mit dem Tod gekämpft. Als Clayton Lockett die Giftspritze gesetzt wurde, platzte seine Vene. Locket wälzte sich minutenlang auf der Bahre und starb schließlich nach 43 Minuten an einem Herzinfarkt. Locketts Anwalt warf der Gefängnisverwaltung Pfusch vor. Hirnrichtungszeugen schilderten den Vorfall.

“Um 6 Uhr 39 bewegte er noch immer Kopf und Schultern. Er schien Unannehmlichkeiten zu haben”, berichtet eine Journalistin, die als Zeugin der Hinrichtung beiwohnte.

“So gegen 6 Uhr 23 begann die Hinrichtung. Um 6 Uhr 39 zogen sie die Vorhänge zu. Wir beobachteten den Vorgang 16 Minuten lang”, berichte eine andere.

Der 38-jährige Clayton Lockett, war für schuldig befunden worden, eine 19-jährige Frau entführt, vergewaltigt, niedergeschossen und lebendig begraben zu haben. Zusammen mit Charles Warner, der 1997 ein elf-Monate altes Baby sexuell missbraucht und getötet hatte, hatte er auf Herausgabe der Namen der Hersteller der für die Hinrichtung verwendeten Drogen verlangt. Der Oberste Gerichtshof von Oklahoma lehnte dies ab.

Nach Angaben der Gefängnisverwaltung wurde bei der Hinrichtung ein Cocktail aus Midazolam (Narkosemittel), Vecuronium (Muskelrelaxans) und Kaliumchlorid (Sylvin, führt zum Herzstillstand) verwandt.

Warners Hinrichtung wurde um 14 Tage verschoben. In der Zwischenzeit soll der Vorfall untersucht werden.

Die Vereinigten Staaten gehören zu den Staaten mit den meisten Hinrichtungen weltweit.

Weiterführende Links

Oklahoma Department of Corrections Death Row Information

KUTL Channel8(ABC-Lokalsender)