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Ukraine versetzt Militär in volle Einsatzbereitschaft

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Ukraine versetzt Militär in volle Einsatzbereitschaft

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Der ukrainische Übergangspräsident Olexandr Turtschinow hat die Regionalgouverneure seines Landes aufgefordert, ein Übergreifen der Aufstände im Osten auf zentrale und südliche Landesteile zu verhindern.

Die Gefahr im Innern sei groß, aber nicht die einzige Bedrohung für die Ukraine, so Turtschinow während einer Sitzung der Gouverneure in Kiew: “Ich komme erneut auf die echte Gefahr eines Krieges der Russischen Föderation gegen die Ukraine zu sprechen. Wir haben unsere Streitkräfte nun in volle Einsatzbereitschaft versetzt.”

Moskau hat mit einem militärischen Eingreifen gedroht für den Fall, dass die ukrainische Regierung Gewalt gegen die russischsprachige Bevölkerung im Osten anwendet. Auch deshalb gehen die Sondereinsatzkräfte bisher nur sehr zögernd gegen die Aufständischen vor, obwohl Kiew Russland vorwirft, die dortigen Aufstände zu orchstrieren,

Die Polizei in den östlichen Städten sei entweder machtlos oder kooperiere mit den Separatisten, so Turtschinow. So besetzen Separatisten immer mehr Verwaltungsgebäude im Osten der Ukraine. Am Mittwoch übernahmen maskierte Männer in grünen Uniformen ohne Abzeichen auch die Polizeistation und Verwaltung in Horliwka.

Ertugrul Apakan, Leiter der OSZE-Mission in der Ukraine, forderte erneut die Freilassung des westlichen Militärbeobachter-Teams, das seit vergangener Woche von Rebellen in Slowiansk festgehalten wird: “Unsere Aufgabe ist, zu beobachten und Fakten zu ermitteln. Die Berichterstattung sollte objektiv und unparteiisch sein. Wir sind hier und hin und wieder wollen wir dabei auch sichtbar sein.”

Russland bestreitet weiterhin, in der Ostukraine die Fäden zu ziehen. Zumindest medial, oder wie zuletzt während eines Telefonats mit dem italienischen Regierungschef Matteo Renzi, fordert auch der russische Präsident Wladimir Putin, die in Genf beschlossene Beobachtermission der OSZE zu respektieren.