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1. Mai in der Türkei: Mit Schleudern und Tränengas

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1. Mai in der Türkei: Mit Schleudern und Tränengas

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Schleudern, Sprengkörper, Molotowcocktails. Geschützt mit Masken gegen das Tränengas der Polizei. In Istanbul sind die Kundgebungen zum 1. Mai eskaliert. Zahlreiche Demonstranten lieferten sich Straßenschlachten mit den Sicherheitskräften. Gut 40.000 Polizisten waren im Einsatz, mit Wasserwerfers und Tränengas.

Vor allem rund um den Taksim-Platz gab es Zusammenstöße. Der Platz, auf dem im vergangenen Jahr die Anti-Regierungsproteste begonnen hatten, war abgesperrt worden, Regierungschef Recep Tayyip Erdogan hatte mehrfach gewarnt, Demos dort würden nicht geduldet.

Auf den Taksim-Platz gelangten die Protestler nicht. Zu den Demos hatten unter anderem Gewerkschaften, aber auch linke Gruppen und Regierungsgegner aufgerufen.

Rund 170 Menschen wurden in Istanbul verhaftet, mindestens 50 Personen wurden verletzt, bei Polizei und Demonstranten. Auch in der Hauptstadt Ankara gab es gewaltsame Proteste, hier nahm die Polizei fast 80 Demonstranten fest.