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14 Tote bei Parlamentswahl im Irak - Auszählung beginnt

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14 Tote bei Parlamentswahl im Irak - Auszählung beginnt

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Eine Tag nach den Parlamentswahlen werden im Irak die ersten Stimmen gezählt. Bis zu drei Wochen könne das dauern, so die Wahlkommission.

Die besten Chance auf einen Sieg werden erneut der Koalition des seit acht Jahren amtierenden Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki eingeräumt.

Schätzungen zufolge gaben 60 Prozent der 20 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab, in etwa so viele wie 2010.

Das allein ist ein Erfolg. Denn nach dem Abzug des US-Militärs musste die irakische Armee die Wähler nun zum ersten Mal allein gegen islamistische Terroristen und andere militante Fraktionen verteidigen.

Aber man sei vorbereitet gewesen, so ein Soldat: “Während der letzten zehn Jahre waren wir ständig im Einsatz. Wir sind viel erfahrener als die Armeen der umliegenden Länder. Deswegen haben uns die Terroristen nicht in der Hand.”

Trotzdem hat sich die Sicherheitslage zuletzt dramatisch verschlechtert. Bei Anschlägen und Kämpfen wurden allein im April bis zu 1000 Iraker getötet. Am Wahltag selbst waren es 14.

Euronews-Korrespondent Mohammed Scheikibrahim: “Die irakische Armee geriet von einem Krieg gleich in den nächsten, in dem die größte Gefahr jetzt von Selbstmordanschlägen ausgeht. Sie sind ein permanentes, unsichtbares Risiko. Noch immer vergeht im Irak kaum eine Woche, ohne dass bei einer Bombenexplosion Dutzende ums Leben kommen.”