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Sinn-Fein-Vorsitzender beteuert nach Mordvorwurf seine Unschuld

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Sinn-Fein-Vorsitzender beteuert nach Mordvorwurf seine Unschuld

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Der Vorsitzende der pro-irischen Sinn-Fein-Partei, Gerry Adams, ist im Zusammenhang mit einem vor über 40 Jahren verübten Mord festgenommen worden.
Der 65-Jährige gehörte zum ehemaligen Führungskreis der Untergrundorganisation IRA und später zu den Architekten des Friedensprozesses in Nordirland.

Das Opfer Jean McConville galt nach ihrer Entführung jahrelang als vermisst. Der Nordirin war damals von der IRA Spionage vorgeworfen worden.

Gerry Adams gehörte zum ehemaligen Führungskreis der Untergrundorganisation IRA und erklärte unmittelbar vor seiner Festnahme, dass diese womöglich politisch motiviert sei:

“Ich betone, dass ich mich heute freiwillig den Fragen der Ermittler stelle. Gegen mich läuft schon länger eine hinterlistige Kampagne. Ich werde heute meine Unschuld erklären. Ich war an der Ermordung und Entführung von Jean McConville nicht beteiligt. Den Zeitpunkt der Ermittlungen gegen mich halte ich für äußerst fragwürdig. “

Adams wird in diesem nordirischen Polizeikomplex festgehalten. Vorausgegangen waren offenbar belastende Aussagen zweier ehemaliger IRA-Mitglieder. Adams bezeichnete den Mord und das Verschwindenlassen der Leiche als falsch und als schmerzliche Ungerechtigkeit.