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Sinn-Fein-Vorsitzender im Zusammenhang mit IRA-Mord verhaftet

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Sinn-Fein-Vorsitzender im Zusammenhang mit IRA-Mord verhaftet

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Die nordirische Polizei hat den Vorsitzenden der Sinn-Fein-Partei, Gerry Adams, in Untersuchungshaft genommen. Es geht dabei um einen mehr als 40 Jahre zurückliegenden Mord der Irisch-Republikanischen Armee.

Im Jahr 1972 hatte die IRA die Witwe und zehnfache Mutter Jean McConville entführt und ermordet, weil diese beschuldigt wurde, eine Informantin der Behörden zu sein.

Ein falscher Vorwurf, wie sich später herausstellte. McConvilles sterbliche Überreste wurden erst mehr als 30 Jahre später entdeckt.

Die IRA, der paramilitärische Arm der Sinn Fein, gab 1999 zu, auf diese Weise mindestens neun Menschen verschwinden lassen zu haben.

Wegen der Morde an diesen “Verschwundenen” gab es in jüngerer Vergangenheit bereits mehrere Verhaftungen. US-Behörden hatten zuvor die Herausgabe kompromittierender Interviews erwirkt, die einige ehemalige IRA-Kämpfer vertraulich mit US-Historikern geführt hatten.

Der Sinn Fein Vorsitzende Gerry Adams fand sich nun aus freien Stücken bei der Polizei ein, zu dem dafür bereits zuvor vereinbarten Termin. Er streitet jede Schuld und Verbindung mit dem Mord an Jean McConville ab. Auch angeklagt wurde er bisher nicht.