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Westliche Geiseln in der Ostukraine: Merkel telefoniert mit Putin

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Westliche Geiseln in der Ostukraine: Merkel telefoniert mit Putin

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Die prorussischen Separatisten sind im Osten der Ukraine ungebrochen auf dem Vormarsch. Hier in Slowjansk werden weiterhin die westlichen Militärbeobachter festgehalten, darunter vier Deutsche.

Mit einer Volksabstimmung über die Einheit des Landes will die prowestliche Regierung in Kiew am 25. Mai parallel zur Präsidentenwahl für eine Beruhigung der Lage sorgen.

Die prorussischen Aktivisten im Osten und Süden der Ukraine planen allerdings bereits für den 11. Mai eigenen Referenden über eine Abspaltung von Kiew. Einwohner von Slowjansk begrüßen das Vorhaben:

“Ich werde definitiv am 11. Mai meine Stimme abgeben. Und ich werde “ja” sagen zu einer unabhängigen nationalen Republik Donezk.”

“Das Programm von Präsident Olexandr Turtschynow ist kein ordentliches Programm. Mit diesen Plänen kann niemand etwas anfangen. Wir merken es beim Einkaufen: alles wird teurer.”

Im Fall der festgehaltenen Militärbeobachter hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel den russischen Präsidenten Wladimir Putin am Donnerstag telefonisch um Unterstützung gebeten. Eine Freilassung der Geiseln ist aber nicht in Sicht.

“Wir haben eine Vereinbarung getroffen,” erklärt der selbsternannte Bürgermeister von Slowjansk, Wjatscheslaw Ponomarjow.
“Aber wir werden unsere Position nicht erläutern, bis eine Entscheidung fällt. Also gibt es im Moment keine Probleme.”

Der Milizenführer wies einen Einfluss Russlands zurück. Putin hat nach Angaben des Kreml im Gespräch mit Merkel einen Rückzug der ukrainischen Regierungstruppen aus der Ostukraine sowie ein Ende der Gewalt und einen nationalen Dialog gefordert.