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Ecclestone-Verfahern: Zweifel und Widersprüche

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Ecclestone-Verfahern: Zweifel und Widersprüche

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Am zweiten Prozesstag im Ecclestone-Verfahren am Münchner Oberlandgericht werden weiterhin Widersprüche laut.

Die Staatsanwaltschaft glaubt, dass es sich bei der Zahlung von 32 Millionen Euro an die Bayerische Landesbank um Schmiergeld handelt. Der 83-Jährige bestreitet dies jedoch und gibt an, er sei erpresst worden. Zwei Zeugen entlasteten Ecclestone mit ihrer Aussage teilweise, so Andrea Titz, Sprecherin des Münchener Oberlandesgerichts: “Die beiden Zeugen haben dargestellt, dass Ecclestone sich bedroht gefühlt habe von Dr. Gribkowsky und sich deshalb letztlich zu einer Zahlung in Millionenhöhe bereiterklärt habe.”

Der Staatsanwaltschaft reicht dies jedoch nicht. Sie ist weiterhin davon überzeugt, dass Ecclestones Motiv die Machterhaltung in der Formel-1 war.

Der Formel-1-Chef soll vor acht Jahren Schmiergeld an den damaligen Bayern LB-Vorstand Gerhard Gribkowsky gezahlt haben. Ecclestone habe damit offenbar sicherstellen wollen, dass die von der Bank verkauften Formel-1-Anteile an den von ihn bevorzugten Investor gehen.

Die Beteiligten hoffen nun, dass am 9. Mai mit der Aussage des Kronzeugen Gerhard Gribkowsky mehr Klarheit geschaffen werden kann.