Eilmeldung

Eilmeldung

Franzosen, Spanier und Portugiesen protestieren gegen Sparpolitik

Sie lesen gerade:

Franzosen, Spanier und Portugiesen protestieren gegen Sparpolitik

Schriftgrösse Aa Aa

Tausende Portugiesen sind am 1.Mai auf die Straße gegangen, um gegen die Sparpolitik der Regierung zu protestieren. Die Demonstration in der Hauptstadt Lissabon richtete sich zudem gegen die hohe Arbeitslosigkeit und die sich zunehmend verschlechternden Arbeitsbedingungen.

Eine Demonstrantin erklärte: “Gehaltskürzungen, Steuererhöhungen, Arbeitslosigkeit, all das macht den Menschen wirklich zu schaffen.”

Ein anderer Demonstrant sagte: “Beim Thema Arbeit geht’s ja nicht einfach nur um Bauern oder Arbeiter. Es geht auch um die Rechte, die über die Jahre erkämpft wurden. Auch wenn es da im Augenblick einige Rückschläge gibt, in Portugal und in anderen Ländern. Es gibt Rückschläge bei all dem, was die vorherigen Generationen erreicht hatten.”

Auch in Spanien demonstrierten Tausende gegen die hohe Arbeitslosigkeit, u.a. in Bilbao. Jeder Vierte in dem Land ist derzeit ohne Job. Spanien lässt zwar die Rezession langsam hinter sich aber die Gewerkschaften warnen, viele der neuen Jobs seien schlecht bezahlt.

In der französischen Hauptstadt Paris zogen mehr als 60.000 Menschen durch die Straßen und protestierten gegen die Sparpolitik der Regierung. Das Kabinett hatte kürzlich ein Sparpaket über 50 Milliarden Euro verabschiedet.

“Das ist keine linke Regierung”, so ein Demonstrant. “Wir sind betrogen worden. Wir haben für Hollande gestimmt. Nun sagen wir ihm: ‘Gib uns unser Geld zurück’. Wir wollen eine wirklich soziale Politik.”

Die gemäßigten Gewerkschaften beteiligten sich nicht an den regierungskritischen Protesten in Paris. Sie demonstrierten für ein “solidarischeres Europa”