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Mehr als 170 Verletzte bei U-Bahn-Kollision in Südkorea

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Mehr als 170 Verletzte bei U-Bahn-Kollision in Südkorea

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In der südkoreanischen Hauptstadt Seoul sind zwei U-Bahnen aufeinander geprallt. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden mindestens 170 Menschen leicht verletzt. Ersten Erkenntnissen zufolge hat vermutlich das automatische Bremssystem versagt. Eine Bahn ist demnach auf einen stehenden Zug aufgefahren. Viele Insassen haben sich offenbar verletzt, als sie nach dem Zusammenstoß auf die Gleise sprangen. Eine Lautsprecherdurchsage forderte die Fahrgäste auf, in den Waggons zu bleiben, doch die meisten ignorierten dies und liefen entlang der Gleise zu den Stationen.

Rund 30 Menschen wurden in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Der Fahrer musste wegen eines Schulterbruches operiert werden. Der 77-jährige Kim stürzte beim Aufprall: “Ich hörte plötzlich einen Bang und stieß mit meinem Kopf gegen drei andere Menschen. Ich war in dem sechsten Waggon und sah Menschen, die aus dem fünften Waggon krabbelten.” Eine 21-Jährige sagte: “Ich spürte einen Zusammenstoß, aber der Zug blieb nicht plötzlich stehen. Ich mich fragte, ob ein Fahrer versuchte, den Unfall zu verhindern. Menschen weinten und führten Telefongespräche. Es war chaotisch.”

Passagiere erzählten, dass nach dem Unfall die Lichter ausgegangen seien. 20 Minuten lang hätten sie keine Anweisung von der Station gehört. Viele Menschen seien verwirrt gewesen und hätten Angst gehabt.