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Merkel in den USA: Ukraine-Krise statt Kanzlerinnen-Handy

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Merkel in den USA: Ukraine-Krise statt Kanzlerinnen-Handy

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Auch um ihr Handy dürfte es beim Besuch der deutschen Kanzlerin Angela Merkel in den USA gehen. Das heutige Treffen mit US-Präsident Barack Obama wird sich aber vor allen um die Lage in der Ukraine drehen.

Die NSA-Affäre dürfte da in den Hintergrund rücken, der US-Geheimdienst hatte u.a. Merkels Handy abgehört. Mit Fortschritten hinsichtlich eines No-Spy-Abkommens rechnet niemand.

Annette Heuser von der Bertelsmann-Stiftung erklärt: “Für die Amerikaner war die NSA-Affäre ein kleiner Zwischenfall, während für die Deutschen die NSA-Affäre der größtmögliche Störfall in der Beziehung war.Die Amerikaner müssen nun einfach verstehen, dass die deutsche Bundesregierung und allen voran die deutsche Bundeskanzlerin Antworten verlangen auf den langen Fragenkatalog, den sie übersandt haben.”

Der deutsch-amerikanische Freundschaftsgarten in Washington zeigt sich derweil in voller Pracht. Man darf gespannt sein, ob Merkel und Obama ebenfalls solch ein frühlingshafter Neubeginn in den Beziehungen gelingt.

Der Euronews-Reporter berichtet: “Das amerikanisch-deutsche Verhältnis hat sich von sehr eng unter Bill Clinton und Helmut Kohl bis sehr schlecht unter George W. Bush und Gerhard Schröder entwickelt. Barack Obama und Angela Merkel müssen nun wieder Vertrauen und Herzlichkeit aufbauen. Ob Themen, wie die Ukraine und der NSA-Skandal dafür geeignet sind, wird sich zeigen.”