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Ukraine: Kampf um Slowjansk hält an

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Ukraine: Kampf um Slowjansk hält an

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In Slowjansk versuchen die ukrainischen Regierungstruppen am Freitag weiterhin entschlossen gegen die prorussischen Aktivisten vorzugehen. Der Vormarsch der Anti-Terroroperation sei zwischenzeitlich durch menschliche Schutzschilde behindert worden, so Innenminister Arsen Awakow – Zivilisten hatten sich den Regierungseinheiten am Stadtrand entgegengestellt. Awakow forderte die Separatisten dazu auf, die Waffen niederzulegen und die Geiseln freizulassen.

Davon sind die Aktivisten weit entfernt, wie eine Video-Ansprache des selbst ernannten Bürgermeisters Wjatscheslaw Ponomarjow zeigte: “Unsere Stadt wurde erstürmt, es gibt bereits Verluste. Ich habe Kinder, Frauen und Alte angewiesen, in ihren Häusern zu bleiben. Männer mit Waffen sollen uns wo sie können unterstützen. Wir werden unsere Stadt verteidigen.”

Die Lage in Slowjansk ist unübersichtlich. Die Regierungstruppen hatten laut Augenzeugen am frühen Morgen mit dem Angriff begonnen. Bewohner berichten von kriegsähnlichen Zuständen. Die Aktivisten feuerten auf Militärhelikopter – zwei Maschinen stürzten ab, nach Angaben des Innenministeriums starben zwei Soldaten, es gab mehrere Verletzte. Die Sicherheitskräfte verhafteten vier Männer, die an dem Angriff beteiligt gewesen sein sollen.

Die Regierungstruppen hätten den Separatisten inzwischen “schwere Verluste” zugefügt, so Awakow wörtlich. Alle Stellungen um die Stadt herum seien in ihrer Gewalt. Die Milizen bestreiten das. Eine Sprecherin bestätigte den Tod von fünf Menschen – drei Opfer stammten aus den Reihen der Milizen, zwei waren demnach Zivilisten.