Eilmeldung

Eilmeldung

Ukraine-Krise: Merkel und Obama machen Sanktionen gegen Russland von Präsidentschaftswahlen abhängig

Sie lesen gerade:

Ukraine-Krise: Merkel und Obama machen Sanktionen gegen Russland von Präsidentschaftswahlen abhängig

Schriftgrösse Aa Aa

Vier Stunden lang berieten die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama am Freitag im Oval Office des Weißen Hauses.

Wichtigstes Thema des Treffens waren mögliche weitere Saktionen gegen Russland in der Ukraine-Krise.

Bei einer anschließenden Pressekonferenz signalisierten Obama und Merkel Geschlossenheit und Übereinstimmung über die Rolle Russlands, wie auch über den Fahrplan für mögliche weitere Strafmaßnahmen. Beide Regierungschefs betonten, dass man weiterhin auf Diplomatie setze.

Stichtag für die Entscheidung über eine Ausweitung der Sanktionen soll die für den 25. Mai geplante ukrainische Präsidentenwahl sein. Russland müsse sich dafür einsetzen, dass diese wie geplant und ohne Störungen abgehalten werden könne, forderten Merkel und Obama.

Sanktionen gegen ganze Wirtschaftszweige schloss Obama nicht aus. Man arbeite an einem maßgeschneiderten Paket unter Abwägung der Konsequenzen für die russische Bevölkerung wie auch die europäische Wirtschaft und Energieversorgung.

Beide Seiten sprachen sich außerdem erneut für den Abschluss des angestrebten transatlantischen Freihandelsabkommens aus und warben für das in Europa nicht unumstrittene Projekt.

Auf die NSA-Abhöraffäre kam nur Merkel zu sprechen. Es gebe Meinungsverschiedenheiten, doch die Arbeit der Geheimdienste sei unverzichtbar, sagte Merkel.