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Mehr als 2000 Tote bei Erdrutsch in Afghanistan

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Mehr als 2000 Tote bei Erdrutsch in Afghanistan

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Eine Schlammlawine hat in Nordafghanistan mehr als 2000 Menschen in den Tod gerissen, das bestätigte der Gouverneur der Region. Die Erd- und Geröllmassen trafen zunächst eine Hochzeitsgesellschaft und begruben dann fast das gesamte Dorf unter sich. Mindestens 300 Häuser wurden zerstört. Die Rettungskräfte, die teilweise mit bloßen Händen graben, sagen, es gebe keine Hoffnung auf Überlebende.

Die Provinz Badachschan liegt in den Bergen und ist nur sehr schwer zugänglich. Der Polizeichef: “Ich bitte afghanische Geschäftsmänner, internationale Geldgeber und auch die afghanische Regierung um humanitäre Hilfe für die Menschen hier.”

Die Häuser in der Gegend sind in der Regel aus Lehm gebaut. Wasserfluten bringen sie relativ leicht zum Einsturz. Die afghanische Regierung will an diesem Wochenende 200 Tonnen Lebensmittel in das Katastrophengebiet bringen. US-Präsident Barack Obama bot Afghanistan Unterstützung an.