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Ukraine: Separatisten lassen OSZE-Beobachter frei

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Ukraine: Separatisten lassen OSZE-Beobachter frei

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Die sieben OSZE-Beobachter, die seit gut einer Woche in der Gewalt prorussischer Milizen in Slowjansk waren, sind wieder frei. Wjatscheslaw Ponomarjow, der selbsternannte Bürgermeister der Stadt, hatte die Gruppe anfangs als Kriegsgefangene bezeichnet, zuletzt sagte er jedoch, sie seien seine Gäste. Gestern hätten sie zusammen seinen Geburtstag gefeiert und nun reisten sie ab.

Bundeswehroberst Axel Schneider erklärte, sie seien froh, endlich draußen zu sein. Er sei dankbar für die Bemühungen, die zu ihrer Freilassung geführt hätten. Er werde dies nie vergessen. Auf die Frage, wie sie in Gefangenschaft behandelt wurden, sagte er, sie seien ganz wie der Bürgermeister versprochen habe, den Umständen entsprechend gut behandelt worden. Die Situation sei miserabel gewesen.

Schneider fügte hinzu, dass sie die Feuergefechte der letzten Tage direkt mitbekommen hätten. Das wünsche er niemandem. Die OSZE-Beobachter sollen noch heute an einem Kontrollposten dem Generalsekretär des Europarats, Thorbjrn Jagland, übergeben werden. Dann sollen sie von Donezk aus zügig nach Berlin ausgeflogen werden.