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Erdrutsch in Afghanistan: Suche nach Überlebenden beendet

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Erdrutsch in Afghanistan: Suche nach Überlebenden beendet

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Nach dem Schlammlawinenunglück im Nordosten Afghanistans hat die Regierung des Landes die Suche nach Überlebenden für beendet erklärt. Man konzentriere sich nun darauf, den 4000 Menschen zu helfen, die durch die Katastrophe obdachlos geworden seien, erklärten die Vereinten Nationen.

Die Behörden gehen inzwischen davon aus, dass mehr als 2000 Menschen bei dem Unglück ums Leben kamen.

Jaan Mohammad erklärt: “Ich bin einer der Überlebenden, die sich aus dem Schlamm retten konnten. Wir brauchen jetzt Zelte, damit wir vor dem Regen geschützt sind. Rund siebenhundert Häuser drohen weggespült zu werden. Die Menschen haben Angst vor Überschwemmungen, denn es gibt vier Täler, aus denen Wasser hierher gelangen kann. Wenn das geschieht, dann steht das ganze Tal unter Wasser.”

Experten befürchten zudem, dass der instabile Rest des Bergs, von dem sich ein Hang gelöst hatte, zusammenbrechen könnte. Das afghanische Militär hat unterdessen Rettungsteams in das entlegene Tal geflogen.

Dort übernachten derzeit Hunderte Menschen bei Frosttemperaturen unter freiem Himmel. Sie benötigen neben Zelten vor allem Wasser, Medizin und Lebensmittel.