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Südkorea: Zahl der Todesopfer steigt nach Fährunglück auf fast 250

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Südkorea: Zahl der Todesopfer steigt nach Fährunglück auf fast 250

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Zwei Wochen nach dem Fährunglück vor Südkorea ist die Zahl der Todesopfer am Sonntag auf 248 angestiegen. Mehr als zwei Wochen nach der Katastrophe bargen Taucher am Wochenende weitere 16 Leichen. Präsidentin Park Geun Hye kündigte unterdessen drastische Konsequenzen an. Alle Beamten, denen eine Mitschuld an der Katastrophe nachgewiesen werden könne, drohen schwere Strafen, so Park bei einem Treffen mit Angehörigen der Opfer auf der Insel Chindo. Sie selbst empfinde Verantwortung für die Katastrophe. Die Familien hatten das Krisenmanagement der Regierung kritisiert. Ministerpräsident Chung Hong-Won war infolge des Unglücks zurückgetreten.

Auch dem Kapitän und der leitenden Besatzung der “Sewol” wird eine Mitschuld vorgeworfen. 15 Crewmitglieder sitzen in Untersuchungshaft. Sie hätten die Evakuierung der Fähre unnötig verzögert und die Passagiere im Stich gelassen, so der Vorwurf. Ihr Verhalten käme einem Mord gleich, so Park im Anschluss an das Unglück.

Ermittler vermuten, dass eine Überladung der Fähre und frühere Umbauten den Untergang mit verursacht haben könnten. Zudem wird untersucht, ob die Ladung richtig gesichert war. Die Fähre war am 16. April mit 476 Menschen an Bord gekentert. Nur 174 konnten gerettet werden. Auf dem Schiff befanden sich vor allem Schüler auf einem Ausflug.