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Wahlkampfabschluss in Südafrika: Die Parteien geben noch einmal alles

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Wahlkampfabschluss in Südafrika: Die Parteien geben noch einmal alles

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Wenige Tage vor den Parlamentswahlen am 7. Mai machen die Parteien in Südafrika noch einmal kräftig Wahlkampf: Der Afrikanische Nationalkongress (ANC) von Präsident Jacob Zuma liegt in den Umfragen vorn – die jüngsten Ergebnisse sagen der Anti-Apartheidspartei trotz erneuter Korruptionsvorwürfe eine Zweidrittelmehrheit voraus. Zuma, der sich sein Privathaus mit Steuergeldern renovieren ließ, blickt auf eine zweite Amtszeit. Seit dem Ende der Apartheid vor 20 Jahren hat die Partei jede Parlamentswahl gewonnen. Vor 90.000 Anhängern in einem Stadion im Township Soweto zeigte sich die Führung tanzend und in guter Laune.

Kampfstimmung bei der Demokratischen Allianz (DA), der wichtigsten Oppositionspartei, die laut Umfragen auf 23 Prozent aufholen könnte: Die ANC-Führung denke, sie werde ewig regieren, skandierte DA-Parteichefin Helen Zille. Die Partei von Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela habe dabei die Menschen vergessen, die sie an die Macht gebracht haben.

Wahlkampfabschluss auch für das ehemalige ANC-Mitglied Julius Malena, der erstmals mit einer eigenen Partei antritt. Der umstrittene Politiker wurde nach einem Zerwürfnis mit Zuma 2012 aus der Partei ausgeschlossen und gründete daraufhin die Economic Freedom Fighters. Laut Umfragen könnte die linke Partei auf vier Prozent der Stimmen kommen.